Durch die Gaishölle

8,4 km · rund 2,5 Stunden · 300 Höhenmeter · mittel · Start an der Haustür

Der Name sagt, wie es früher war: „Geißen“ hieß, sich wie eine Ziege durch die Felsen zu klettern, und „Hölle“ nannte man eine enge, wilde Gegend. Heute führen dreizehn Brücken hindurch.

Auf achthundert Metern fällt der Brandbach über Felsen und Findlinge ins Tal – hundertvierundfünfzig Höhenmeter, überwunden auf zweihundertfünfundzwanzig Stufen und dreizehn Brücken. Den ersten Weg legte man 1880 an; zwei Jahre später gründete sich dafür eigens ein Verschönerungsverein, den es bis heute gibt.

Über der Schlucht wird es offen: Reben, Obstwiesen, Blick ins Rheintal. Und am Wegrand stehen die Schnapsbrunnen – kleine Häuschen, in denen die Brenner des Ortes ihre Edelbrände zur Selbstbedienung bereitstellen. Bezahlt wird in die Vertrauenskasse.

Der Rückweg führt an Höfen vorbei und durch die Weinberge hinunter – und endet dort, wo er begonnen hat: vor unserer Tür.

Festes Schuhwerk genügt, bei Nässe sind die Stege rutschig. Die Schlucht ist frei zugänglich. Kleingeld für die Vertrauenskasse mitnehmen.